Odenwald im November
So heißt der Titel eines ganz besonderen Bildbandes den ich vor einiger Zeit auf einem Bücherflohmarkt entdeckt habe.
Er fiel mir heute morgen beim Staub wischen aus dem Bücherregal und abermals war ich gefangen von dieser zärtlichen, weichen Novemberstimmung die er vermittelt.
In diesem Buch hat Günther F. Wellnitz „seinen“ Odenwald gemalt. Es sind einfühlsame Zeugnisse tiefer Verbundenheit und Liebe zu dieser einzigartigen Landschaft.
Die Aquarelle strahlen eine übersinnliche Ruhe und Stille aus, die Atmosphäre des ausklingenden Herbstes wird in geradezu grandioser Weise eingefangen und die Wirkung auf den Betrachter ist mächtig.
Plötzlich erkennt man das Wesentliche der Schönheit jedes bizarren Baums, jeder Hügelkette und der nebelverhüllten Gehöfte. Dies kann sich in seiner ganzen ungeschminkten Klarheit wohl nur an bestimmten Novembertagen zeigen.
Den Text, ein Essay über die wechselvollen geschichtlichen Hintergründe des Odenwaldes, hat Hans- Günther Sperlich in einer spannenden und einprägsamen Weise geschrieben.
Die herbstgoldene Krönung erhält dieses Buch für mich aber erst durch die Herzen berührende Gedichte von Andreas Herbert Herles.
Einfühlsam, wundervoll. Gedichte die der Seele Flügel verleihen.
Zu schön für Worte!
Wenn erst
Die Wege nicht mehr sind
Feldwege
Waldwege
unwegsames Land
mit Brombeerranken
Schrunden an Knien und Händen
Wenn
Die Wälder
aus Eisen wachsen
die Vögel
auf Wegweisern sitzen
die nicht heimführen
Wenn über das Land hin
Wolken nicht mehr ziehen
Dann gehe ich
mit dem Wind
Andreas Herbert Herles.
Ein kleiner Wehmutstropfen, hat dieses Buch jedoch für mich. Denn die Aquarelle sind ausschließlich im hessischen Teil des Mittelgebirges entstanden und nicht am höchsten Punkt des Odenwaldes rund um den Katzenbuckel, meinem Hausberg, der immerzu eine geradezu magnetische Anziehungskraft auf mich ausübt.
Odenwald im November
Aquarelle von Günther F. Wellnitz
Text von Hans-Günther Sperlich
Gedichte von Andreas Herbert Herles
Edition Braus
Heidelberg
Darf ich das
sagen
am Fluß entlang
bis zur Heimkehr
die Stunden
mit Kieseln gefüllt
die Taschen
darf ich das
tun
mich erinnern
Andreas Herbert Herles.
Ofenfeuergrüße (mit Blick auf den Katzenbuckel...)
a presto
m
a p
m
Er fiel mir heute morgen beim Staub wischen aus dem Bücherregal und abermals war ich gefangen von dieser zärtlichen, weichen Novemberstimmung die er vermittelt.
In diesem Buch hat Günther F. Wellnitz „seinen“ Odenwald gemalt. Es sind einfühlsame Zeugnisse tiefer Verbundenheit und Liebe zu dieser einzigartigen Landschaft.
Die Aquarelle strahlen eine übersinnliche Ruhe und Stille aus, die Atmosphäre des ausklingenden Herbstes wird in geradezu grandioser Weise eingefangen und die Wirkung auf den Betrachter ist mächtig.
Plötzlich erkennt man das Wesentliche der Schönheit jedes bizarren Baums, jeder Hügelkette und der nebelverhüllten Gehöfte. Dies kann sich in seiner ganzen ungeschminkten Klarheit wohl nur an bestimmten Novembertagen zeigen.
Den Text, ein Essay über die wechselvollen geschichtlichen Hintergründe des Odenwaldes, hat Hans- Günther Sperlich in einer spannenden und einprägsamen Weise geschrieben.
Die herbstgoldene Krönung erhält dieses Buch für mich aber erst durch die Herzen berührende Gedichte von Andreas Herbert Herles.
Einfühlsam, wundervoll. Gedichte die der Seele Flügel verleihen.
Zu schön für Worte!
Wenn erst
Die Wege nicht mehr sind
Feldwege
Waldwege
unwegsames Land
mit Brombeerranken
Schrunden an Knien und Händen
Wenn
Die Wälder
aus Eisen wachsen
die Vögel
auf Wegweisern sitzen
die nicht heimführen
Wenn über das Land hin
Wolken nicht mehr ziehen
Dann gehe ich
mit dem Wind
Andreas Herbert Herles.
Ein kleiner Wehmutstropfen, hat dieses Buch jedoch für mich. Denn die Aquarelle sind ausschließlich im hessischen Teil des Mittelgebirges entstanden und nicht am höchsten Punkt des Odenwaldes rund um den Katzenbuckel, meinem Hausberg, der immerzu eine geradezu magnetische Anziehungskraft auf mich ausübt.
Odenwald im November
Aquarelle von Günther F. Wellnitz
Text von Hans-Günther Sperlich
Gedichte von Andreas Herbert Herles
Edition Braus
Heidelberg
Darf ich das
sagen
am Fluß entlang
bis zur Heimkehr
die Stunden
mit Kieseln gefüllt
die Taschen
darf ich das
tun
mich erinnern
Andreas Herbert Herles.
Ofenfeuergrüße (mit Blick auf den Katzenbuckel...)
a presto
m
a p
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