Fröhliche Weihnachten
In den letzten Tagen während viele von Weihnachtsstress und Trubel kaum zur Besinnung kamen, nahm ich mir den Luxus Zeit für mich und meine Söhne zu haben.
Ich konnte die Bücher die ich heute Abend verschenke in aller Ruhe selbst genießen, und ich hatte Zeit mir Gedanken darüber zu machen was dieses Fest in der Gegenwart für mich noch bedeutet.
Gestern öffnete ich die wunderschöne Tür zu einem alten Haus, um etwas zu suchen was ich dort verborgen wusste. Ich stieg im Halbdunkel die knarrende, steile, altvertraute Holzstiege hinauf, umhüllt von den Gerüchen die Damals waren. Hier ist es mir als ob die Zeit still stehen würde. Überall atmet noch der Geist meiner Ahnen und überall ist noch diese wohlige Geborgenheit zu spüren die mich immer noch sehr berührt. Es wirkt eine Aura von längst Vergangenem, von zufriedenen und unbeschwerten Tagen, von Weihnachtsfesten die innig und froh waren. Dann fand ich die vergilbte Schachtel mit den Kerzenhaltern und silbernen Halbkugeln die ich suchte.
Ich setzte mich für einen Moment auf die abgetretenen Holzdielen und fragte mich dabei abermals: Was bedeutet dir im Heute dieses Weihnachtsfest: Ist es die Erinnerung die jedes Jahr aufs Neue in die Gegenwart projiziert wird? Ist es die Erfahrung von vielen Weihnachten meines Lebens aus denen je ein Licht oder auch ein Schatten geblieben ist? Oder ist es mein Anspruch einigen Erwartungshaltungen zu entsprechen?
Es ist bestimmt von allem etwas dabei und trotzdem ist es noch nicht alles.
Mir bedeutet Weihnachten viel!
Es bedeutet nicht nur Kränze wickeln und Baum schmücken, nicht nur Plätzchen backen und Geschenke aussuchen. Die Motivation dies zu tun entspringt vielmehr aus der Sehnsucht mit anderen Menschen zu teilen, zusammen zu sein, Liebe zu geben und zu empfangen. Weihnachten ist mit dem Herzen sehen.
Weihnachten ist Briefe schreiben, oder nur in Gedanken lange Briefe schreiben, mit dem Glauben daran, dass das Wesentliche auch dort ankommt wo es ankommen soll.
Weihnachten ist Freude zu verschenken. Weihnachten ist Mitgefühl zu spüren. Weihnachten ist Demut und Dankbarkeit zu spüren.
Weihnachten ist für einen Augenblick ganz still zu werden um eins zu sein mit der Welt.
Bestimmt ist mir noch viel mehr eingefallen zu meiner Frage was Weihnachten für mich bedeutet. Aber das will ich nun doch nicht alles aufschreiben.
Ich wünsche jedenfalls aufrichtig und aus ganzem Herzen, dass heute Abend alle diejenigen, die dies lesen ein bisschen von ihrer Weihnacht spüren, denn ich bin überzeugt jeder hat seine Weihnacht in sich selbst aufgehoben und man muss nur den Schlüssel dazu finden.
Frohe Weihnachtsgrüße und besinnliche, ruhige oder fröhliche lebendige Stunden ... für jeden genau das was er sich wirklich ersehnt..
Wünscht euch heute am Weihnachtstag 2008
Liebvoll
Eure Margit
