31 Dezember 2007

Silvester



Das Jahr 2007 geht zu Ende. In wenigen Stunden läuten die Glocken und das Silvesterfeuerwerk begrüßt das neue Jahr.
Zeit um zurück zu schauen und Zeit um nach vorne zu blicken. Zeit um sich der Herausforderung die das Neue bringt zu stellen und mit Zuversicht und Vertrauen in das Jahr 2008 zu wechseln.
Silvester hat für jeden von uns seine eigene Geschichte, seine eigene Vergangenheit und jeder erlebt diese letzten Stunden mit all dem Vergangenen und immer kommt ein Neues hinzu.
Es ist ein besonderer, ein magischer Abend für den ich euch alles alles Gute wünsche.
a presto
im Jahre 2008
Margit

Altjahresabend

Ganz im Gegensatz zu den ausgelassenen Silvesterfeuern der Gegenwart kann ich mich noch sehr gut an die ernste, fast magische Stimmung der Silvesternächte meiner Kindheit erinnern.
Natürlich mussten meine Cousins und ich zuerst mal zu Bett…bis wir kurz vor der verheißungsvollen Mitternacht des letzten Tages im alten Jahr gerufen wurden. Oftmals konnten wir natürlich nicht schlafen und wir erzählten und waren sehr aufgeregt und gespannt auf die Minute die das Neue Jahr beginnen sollte.
Dann standen wir an den Fenstern auf denen oft wunderschöne Eisblumen gewachsen waren. Unser heißer Atem schmolz ein Guckloch in die weiße zarte Pracht und wir schauten ganz verzückt in den Sternenhimmel. Die Glocken der alten Kirche, die noch heute zu meinen ernsten Silvesterstunden gehören, läuteten das neue Jahr ein. Kleine Füße liefen die knarrende steile Holztreppe hinunter in die Küche, zum Mittelpunkt des Hauses. ….Prosit Neujahr...für alle die plötzlich in der warmen Küche standen…
Als wir etwas älter waren durften wir so lange wach bleiben wie wir mochten, manchmal haben wir es bis Mitternacht geschafft. Wir mussten aber ruhig sein, denn der Abschied vom alten Jahr war für meine Oma ein Rückblick, ein Innehalten und Nachdenken über das Vergangene. Diese Stunden hatten einen starken Zauber. Die starke Verbindung zu uralten mystischen Ritualen der alten Frau stand im Raum, bereit mit ihr und der Familie das Neue Jahr anzunehmen, zu begrüßen und zu bestehen.
Auszug aus meiner Geschichte :Altjahresabend
Margit mit warmherziger Erinnerung im Dezember 2003

24 Dezember 2007

Frohe Weihnachten


Groß ist ein Mensch,
der sein Kinderherz
nicht verloren hat“


Meng Tse

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr
Joyeux Noel et Bonne Annee
Merry Christmas and a Happy New Year
Boun Natale e Felice Anno Nuovo
Feliz Navidad Y Prosper Ano Nuevo


Alles Liebe zum Weihnachtsfest wünscht aus ganzem Herzen
Margit
a p
m

06 Dezember 2007

Nikolausgeschenk...

Dazu möchte ich gerne eine kurze Anekdote erzählen…
Vor ein paar Wochen traf ich eine mir altbekannte Erzieherin. Wir redeten über den Alltag im Kindergarten, der für mich ja schon tiefste Vergangenheit ist, und natürlich über die besten Kinderbücher, über die neuesten Bilderbücher und wie sie von den Kindern angenommen werden. Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch. Sie fragte dann auch nach meinen Favoriten, nach den Büchern die ich als Vorlesepate, der ich seit Jahren bin, in der Bücherei in E. vorlese. Ich erzählte begeistert davon, beschrieb meine Bücher und nannte auch „Ein Schaf fürs Leben“
Sie schaute daraufhin etwas irritiert, fragte mich dann ob dies denn schon passend wäre für die kleinen Kinder. Ich bejahte das geradezu begeistert und versicherte ihr, dass ich es seit dem Erscheinen des Buches schon oft vorgelesen habe. Daraufhin wollte sie wissen, ob ich meine Buchauswahl mit der Bibliothekarin abspreche, weil sie sich nicht vorstellen könnte, dass dies schon angebracht sei. Doch, meinte ich, die Kinder schreien ja geradezu nach diesem Schaf.
Sie sah mich immer ungläubiger an. Ich konnte mir dies gar nicht erklären, bis sie noch mal nach dem Titel fragte: „Ein Schaf fürs Leben“, sagte ich deutlich. Sie brach in ein ungeheures Gelächter aus, in das ich dann auch einstimmte, denn sie hatte die ganze Zeit über „Ein scharfes Leben" verstanden“.


Es war ein kalter Winterabend. Missmutig trottete Wolf mit seinem Schlitten durch den Schnee. Ein eisiger Wind pfiff ihm durch die Mütze. „Hunger, Hunger; Hunger! murmelte er im Takt seiner Schritte um sich Mut zu machen….
Etwas später:…

Lautlos parkte er den Schlitten im Mondschatten- und machte vorsichtig die Stalltür auf.
Drinnen war es warm und dunkel.
“Guten Abend“, sagte der Wolf mit seiner tiefsten Bassstimme. Er hörte ein Rascheln.
Ein Stier? Ein großer Wachhund?
„Wer da?“ blökte ein Stimmchen.
Wolf atmete erleichtert auf. Das klang nach Schaf.Ein Schaf das ganz allein im Stall lag.
„Wir wollen die Sache mit Stil angehen“, murmelte der Wolf… Der Wolf lehnte sich locker an den Türrahmen. „Verzeihen sie, dass ich sie in ihrer Nachtruhe störe, aber die Sache ist die, dass es mich, der ich ein Wolf bin, ziemlich dringend nach einem Häppchen verlangt“.
„Was?“ fragte Schaf.
„Hunger“, antwortete der Wolf Er ging auf knirschenden Sohlen drei Schritte näher heran.
„Ach so“, sagte Schaf. „Sag das doch! Wir haben hier Hafer, altes Brot und Heu. Nimm dir, was du willst!“…

Etwas später:…
Nachdem er mit allen Fingern geknackt hatte, sagte er: „Die Sache ist die. Wir unternehmen was Schönes zusammen. Jetzt gleich: Und zwar machen wir eine Schlittenfahrt. Na?“
Schaf sah ihn mit runden Augen an. „Und was ist mit deinem Hunger?“
„Ach das ist doch nebensächlich“, sagte der Wolf, und er versuchte seinen knurrenden Magen mit Hüsteln zu übertönen. „Das ist nicht das Entscheidende im Leben, Erfahrungen, darauf kommt es an. Das möchte ich ihnen heute Nacht zeigen.“
Erfahrungen…grübelte Schaf. Wo mag das wohl sein?.
„Ist das sehr weit weg, Erfahrungen?“ fragte Schaf.
„Es ist näher als sie denken“ sagte Wolf, während er seine Krallen betrachtete.
„Kommen sie. Ich nehme sie mit auf einen Ritt!“ Er klopfte sich das Stroh von den Kleidern.


Ja, und was dann noch passiert auf dieser abenteuerlichen, lustigen Reise durch die Winternacht möchte ich ihnen nicht verraten.
Es ist ein Buch über Freundschaft und Vertrauen. Ein Buch über eine gänzlich untypische Beziehung die eine überraschende Wendung nimmt.
Eine fesselnde, eine ungeheuer hinreißende Geschichte, die nicht alleine die Kinder ( ab sechs Jahren etwa…) begeistert, ja geradezu in ihren Bann schlägt.
Dieses Kinderbuch wirkt wie ein Kinderlachen, wie ein erfrischender Regen im Juli, wie ein wärmender Ofen in einer kalten Winternacht.
Die Illustrationen zu den Texten könnte man nicht besser treffen, überragend in ihrem Gestaltungsreichtum, aufwändig, einfach unbeschreiblich schön.

„Warum nicht“ antwortete der Wolf. „Aber kommen sie, die Zeit drängt.“ Er sah auf seine goldene Uhr.
„Was ist das?“ fragte Schaf. „Ist das aus Gold?“
„Ja, sagte der Wolf. „Das ist ein Zeitmesser. Ihre Zeit ist gekommen. Ich meine, es ist Zeit zu gehen. Ich verspreche ihnen, dass es eine unvergessliche Fahrt wird!“


Ich verspreche ihnen es wird ein unvergessliches Lesevergnügen für sie werden.

Ein Schaf fürs Leben
Maritgen Matter und Anke Faust
Erschienen bei Oetinger

Und der Schnee schien aus tausend winzigen Diamanten zu sein.

liebe Nikolausgrüße in alle 4 Himmelsrichtungen
a presto
m

Nikolaustag: Apfel Nuss und Mandelkern...



Als kleines Mädchen saß ich an den Nikolausabenden zusammen mit meinen Cousins unter dem großen schweren Holztisch der mitten in der warmen Küche des Bauernhauses stand, umgeben von Stimmen und Düften, von Gelächter und dem belustigenden Versprechen: Gleich kommt der Nikolaus… Wir waren aufgeregt, in ängstlicher Erwartung dessen was da kommt. Einmal wollte der Nikolaus, der sehr schmutzige Stiefel anhatte, ein Lied hören. Ich flüsterte mit meinen Cousins und dann stimmten wir das Liedchen an: „Da kam der alte Häuptling der Indianer.. ich hatte es mal im Radio gehört, vielleicht während der Fastnacht und ich schrie es dem verdutzten Nikolaus geradezu ins Gesicht das er zu uns herunter beugte. Wir saßen ja, sicher unter dem Küchentisch. Dann meinte er mit erstickter Stimme wir sollten doch auch noch ein schönes Gedicht aufsagen… Es erheitert mich heute noch wenn ich daran denke welch große Anstrengung es den Nik und die Familie wohl gekostet hat nicht lauthals zu lachen. Dann bekamen wir unsere Äpfel und Nüsse und natürlich die Weihnachtsgutsel die wir genüsslich verputzten.
Ja, auch heute hat dieser Tag etwas Aufregendes, denn ich mag des Abends mit einem alten Kartoffelsack poltern und meine Nüsse klappern hören und den Apfelduft riechen.
Ein genussvoller Unterschied zu meinen Nikolauserlebnissen ist bestimmt der, dass es von meinem alten Nik immer auch ein Büchlein gibt und eine Kerze. Das ist sozusagen schon eine Tradition für mich und die die mich kennen.

Und da bin ich auch schon mittendrin in meiner Bücherwelt .aus der ich sozusagen als Nikolausgeschenk eines empfehlen will.

bis gleich...
m

02 Dezember 2007

Weihnachtsupdate 2007...und eine Adventskalendergeschichte...

Jeder Mensch ist sein eigenes Universum
Meinte Bob Marley, dessen Musik ich auch heute noch sehr gerne höre. Davon wollte ich eigentlich nicht erzählen. Nein ich möchte ein bisschen von den letzten Tagen die diesem neuen Update vorangingen erzählen.
Wenn sie schon ein wenig bekannt sind mit meiner Garten fur Elise Seite, dann wissen sie auch: es gibt viel zu Lesen, viele Rezepte, Gartentipps und Geschichten und viele Fotos aus dem Garten die ich immer mit viel Bedacht für sie auswähle. Es ist eine kreative Arbeit eine die mich immer wieder neu herausfordert, denn es macht mir Freude wenn sie beim Schmökern in meinen vielen, vielen Seiten für eine kurze Weile in den Garten für Elise abtauchen können und dann diese meine Freude auch spüren.
Nun, dieses Update hatte etwas Besonderes. Natürlich ist es nicht erwähnenswert, dass man die Daten in alle Welt versenden kann, auch die Fotos. Und dass es Skype und Chatrooms gibt und das alte Telefon… nein das war es nicht.
Es war etwas anderes was mich überraschte.

Nach ein paar Tagen konzentriertem Arbeiten mailte ich also die Daten zum Update. Ich sandte 48 Fotos zur Auswahl für meinen traditionellen Adventskalender. Dazu noch 47 Zitate die ich dann zusammen mit meinem Sohn der hunderte Kilometer entfernt am Laptop saß auswählen wollte.
Gut: Nach knapp 1 Stunde lese ich:
Jonhannes sagt: Lade gerade alles hoch! ( beim Chat fasst man sich ja kurz, konnte ich schon lernen!)
Margit sagt: Was, du lädst hoch? Was isen mit den Fotos?
Johannes sagt: Ausgewählt!
Margit sagt: Und die Zitate?
Johannes sagt: Ausgewählt!
Margit sagt: Da wollte ich doch mitreden…!
Johannes sagt: Ups!
Margit sagt: Hab meine 24 Favoriten…!
Johannes sagt: Vertrau mir!
Margit sagt: Bin neugierig!
Johannes sagt: Es ist online schaus dir an, was nicht passt werde ich ändern.
Margit sagt: Okay bis gleich…
Dann schau ich den Adventskalender an. Das erste Foto, das Zitat…das 2. Foto und das Zitat… und so weiter bis zum 24.
Dann das ganze noch mal, weil ich es nicht glauben konnte. Ein unbeschreibliches Gefühl breitet sich in mir aus, denn Johannes hatte alle meine Fotos die ich für mich schon ausgewählt hatte auch ausgesucht. Aber das wäre auch noch nicht so außergewöhnlich, dass ich ihnen davon berichten würde. Nein, er hatte auch 22 von meinen 24 favoritisierten Zitaten ausgewählt.
Margit sagt: Ich bin überrascht! Es stimmt alles!
Johannes sagt: Ich hab den Tedddy genommen…
Margit sagt: Das wusste ich das du den magst, deshalb hab ich ihn dir gestern Nacht noch gemailt…
Ja, ich war plötzlich sehr stolz, sehr glücklich, einen erwachsenen Sohn zu haben der all seine Entscheidungen schon lange und sicher alleine trifft. Das „Vertrau mir!“ dies innige Verbindung die ihm immer den Rahmen, den Raum zur Entwicklung gegeben hat, dieses „Vertrau mir“ macht mich heute auch sicher, auch frei und dabei sehr glücklich weil ich spüre das Samenkorn der Liebe ist aufgegangen und gut gediehen.
Heut möchte ich mit dieser kleinen Hintergrundgeschichte zum Weihnachtsupdate meinem Sohn Johannes aus ganzem Herzen danken. Es war eine wunderbare Erfahrung eine gute konzentrierte Arbeit. Ein großes Kompliment an dich.
Liebste Herzgrüße
m
a presto

Meinen Lesern wünsche ich nun Entspannung oder auch Inspiration beim Lesen der Gedichte, Geschichten, der Dekorationstipps und beim Nachkochen der Menuevorschläge. Viel Spass und Freude mit unserem Adventskalender, dessen kleine Geschichte sie nun kennen…
Herzlichst
m
a presto