27 September 2007

Nusstortenhimmel...

Engadiner Walnusstorte…

Sie schmeckt bestimmt nicht nur im Fextal... nee, sie belohnt uns auch hier im Odenwald für unsere herbstlichen Sammlerleidenschaften....

Zutaten für den Mürbteig: 200g Butter, 200g Zucker
abgeriebene Schale einer Zitrone, 1 Ei, 1 Eigelb, 300g Mehl
…für die Füllung:
200g Zucker, 300g Sahne, 4 EL Honig, 400g gehackte Walnüsse
…zum Bestreichen:
1 Eigelb, 1 EL Milch,
Puderzucker zum Bestäuben
Mürbteig herstellen…(Butter schaumig rühren, Zucker und Zitrone dazugeben Ei und Eigelb untermischen. Mehl auf die Mischung sieben und schnell zu einem glatten köstlichen Mürbteig kneten, in Folie wickeln und ca. 1 Stunde kühl stellen.
Für die Füllung den Zucker in einem Topf schmelzen lassen Sahne und Honig unterrühren, aufkochen lassen. Die Nüsse dazugeben und abkühlen lassen. Eine 26er Form einfetten und bemehlen. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Gut 2/3 des Teiges ausrollen und die Form damit auskleiden. Die Nussmasse auf dem Boden verteilen. Aus dem restlichen Teig ca. 1,5 cm breite Streifen ausradeln und auf den Kuchen legen, so dass kleine Rauten entstehen. Das Eigelb mit der Milch verrühren und die Gitterstreifen bestreichen. Den Kuchen ca. 45 Minuten backen. Er sollte schön gebräunt sein.
Für einen geNussvollen Moment im Walnusshimmel…

Margit, die sich ein bisschen hat ablenken lassen und nun aufpassen muss, dass zu den gesammelten Quitten die warten,und Steppenkerzen die sich nach Erde sehnen... nicht auch noch ein klitzekleiner Nusstortenbackwahn kommt...oh, je

Oder doch besser Walnussbrot ?
Zutaten für eine Kastenform von ca. 2 Liter Inhalt:
500g Mehl, 1 Prise Salz, 5 TL Backpulver, etwas schwarzer Pfeffer aus der Mühle…, 50g weiche Butter, 200g grob geriebener würziger Bergkäse,2 Eier, ca 300ml Milch, 150g Walnüsse grob gehackt, etwa 50g ganze Walnusshälften zur Dekoration, 400g kernlose kleine Weintrauben, etwas Butter für die Form
Zubereitung. Das Mehl mit dem Backpulver dem Salz und dem Pfeffer in einer Schüssel vermengen. Die Butter in kleinen Stücken und den Käse darin verteilen. Die Eier mit der Milch verquirlen und anschließend mit der Mehl-Käse Masse zu einem glatten Teig verkneten. Dann die grob zerkleinerten Walnüsse mit den Weintrauben vorsichtig unterkneten. Etwas ruhen lassen, den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Den Teig in die vorbereitete Form geben und mit den Walnusshälften verzieren. Das Brot in ca. 45 Minuten backen. ( eventuell nach der halben Backzeit mit etwas Butterbrotpapier abdecken, damit das Brot nicht zu dunkel wird. Garprobe machen. Das Brot gut auskühlen lassen!
Geduld!
Und nach dieser köstlichen Stärkung können wir weiter unsere Herbstfarben, unsere Wörter und Geschichten und unsere Erinnerungen sammeln… die uns vielleicht irgendwann wie ein warmer Mantel umgeben.
…genau so wie es dieser wohlbekannte schlaue Mäuserich aus einem liebenswerten Kinderbüchlein tut…

a presto
m

26 September 2007

Ein Septembertag von A-Z



Apfelkuchen
Bienenhaus
Chrysantheme
Du!
Eberbach
Fiatfreundchen
Gartenlust
Himmelsstürmer
Igel
Jo-Jo!
Katzenbabys (4…!)
Lavendelsäckchen
Mäusezähnchen
Olivenöl
Pilzragout
Quellwasser
Rosenduft
Sinnlichkeit
Tagträume
Unbeschreibbar!
Vergissmeinnicht
Wegbegleitung
X… da weiß ich nix
Ysander
Zauberhaft!

a presto
m

17 September 2007

Der Garten das bist du!


Liebe Gartenfreunde

Der letzte Tag der offenen Gartenpforte des Jahres 2007 ist nun Vergangenheit, genau wie die anderen 15 Gartentage der letzten 5 Jahre auch schon. Ein großes Erinnern an viele wundervolle Tage zusammen mit meinen Gästen.

Gestern war nochmal ein wunderschöner Gartentag: Mild-sonniges Herbstwetter, ein erwartungsvoller „aufgeräumter“ Garten der an manchen Ecken für neue Überraschungen sorgte. Ganz besondere Gartenbesucher, die mit mir zusammen ein bisschen Gärtnerlatein übten. Es war ein erfüllender Gartentag und bin dankbar für diese, mit Freude und mit Gesprächen erfüllten Stunden. Für die vielen kleinen Geschenke, die mir meine Gäste gestern mitbrachten die mir ihre Zuneigung zeigten und mir große Freude bereiteten. Danke dafür!
Ich grüße alle Gartenfreunde herzlich die gestern, die irgendwann, hierher zu mir in den „Garten für Elise“ gefunden haben. Ich grüße alle herzlich die vielleicht irgendwann in einen Garten kommen der sie verzaubert, der für ein Weilchen Geborgenheit und Ruhe für sie bedeutet.Ein Garten der in meinen Träumen bereits gewachsen ist...
Mit meinem allerersten Zitat, dass auf den allerersten Einladungen geschrieben stand, und das mich seither begleitet, grüße ich euch alle allerliebst mit dem berückenden Rosenbouquett, das ein Versprechen für mich bedeutet...

Nichts geschieht, ohne dass ein Traum vorausgeht“
Carl Sandburg

Margit
a presto
a p
m

15 September 2007

Gärtnerlatein…Vergnügliche Sprüche, Gartenzitate und Gartenweisheiten

Liebe Gartenfreunde

Im Moment schaue ich in die letzten strahlend goldenen Sonnenstrahlen, und bin sehr zufrieden. Es ist wieder einmal geschafft! Der Garten ruht nach meinen wilden Arbeitseinsätzen von mir aus und erstrahlt in einer ansteckenden Ruhe.
Ich freue mich sehr auf den morgigen Sonntag, meinen letzten Gartentag im Jahre 2007. Ich freue mich auf meine Gäste, auf die Begegnung, auf schönes sonniges Herbstwetter und auf meine vergnüglichen Sprüche die ich für sie ausgewählt habe.


Welcher nicht eingeweihte Zeitgenosse weiss wohl mit dem Wort "Verticutieren" etwas anzufangen? Oder mit der Ankündigung: Ich muss das Bäumchen veredeln und die Perennen verjüngen! Oder was zum Kuckuck ist denn mit „Gemüse einschlagen“ gemeint?
Die Gärten sind über die Jahrhunderte hinweg Orte der Erfahrungsschätze. Viele altüberlieferte Weisheiten sind immer noch gültig. Andere haben sich im Laufe der Zeit etwas relativiert oder sie sind nicht in ihrer Originalität erhalten. Eine interessante Spurensuche im Gärtnerverständniss unserer Vorfahren. Eingewoben in einen gemütlichen Gartenspaziergang werden sie davon erfahren. Bei der Verschnaufpause vor dem Gartenhäuschen heißt es dann:
„Ein Garten entsteht nicht dadurch dass man im Schatten sitzt“. Es ist von Rudyard Kipling gesagt worden, der wohl auch ein begeisterter Gärtner war. Natürlich dürfen auch die Aussprüche von Goethe, Hesse, Valentin oder Busch nicht fehlen, die alle ihre Inspiration und Ruhe in einem Gärtchen fanden.
An diesem Gartentag wartet auch ein kleines Rätselspiel auf sie, dass sie bestimmt erheitert zusammen mit einer „Zitatenrolle“ zum Ausklang des Nachmittages.

Morgen, Sonntag den 16. September: Tag der offenen Gartenpforte unter dem Motto...Gärtnerlatein…
Vergnügliche Sprüche, Gartenzitate und Gartenweisheiten
Der Garten ist wie immer von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
also dann bis bald..
warmherzige Grüße aus dem Garten für Elise der sich auch auf den morgigen Tag freut..

a presto
Margit

Ich will den Herbst!



„Ist es nicht, als wäre er das eigentlich Schaffende, schaffender denn der Frühling, der schon gleich ist, schaffender, wenn er kommt mit seinem Willen zur Verwandlung und das viel zu fertige, viel zu befriedigte, schließlich fast bürgerlich-behagliche Bild des Sommers zerstört? Dieser große herrliche Wind, der Himmel auf Himmel baut; in sein Land möchte ich gehen auf seinen Wegen.“


So beschreibt Rainer Maria Rilke seine Gefühle im Herbst und er beschreibt sie in seinen Herbstgedichten die ich so liebe wie seine gesamte Poesie.
Vorhin holte ich die letzten roten Zwiebelchen aus dem Gartenhäuschen und als ich es betrat spürte ich ein Spinnennetz auf meinem Gesicht das wohl in der Ecke des Türrahmens gehangen war. Ein wenig erschrak ich über das Gefühl diese fein gewobenen Spinnenfäden auf meiner Haut zu spüren und über den Augen. Für einen Augenblick war es als ob mich dieses zarte Gewebe festhielt. Dann streifte ich die Fäden ab, zupfte sie von den Händen und überlegte wo wohl die Spinne hingeflohen sei.
Während ich daran dachte erinnerte ich mich an die Spinnenweben im Speicher eines alten Bauernhauses und daran, dass ich als Kind regelrecht in Panik geriet wenn die dicke Spinne auf die Fliege zusauste die ihr einer meiner Cousins ins Netz warf.
Ich dachte an die Herbstzeit meiner Kindheit, die Kartoffelernte bedeutete, Rübenköpfe schnitzen und das „Große Ernten“: Äpfel und Birnen, Mirabellen und Zwetschgen. Duftende Teppiche von Hefekuchen in der Speisekammer. Ich dachte an die Erbsen, an Bohnen, an das Einstampfen des Sauerkrautes und an den Tag an dem Most gemacht wurde.
Später am wärmenden Ofen sitzend dachte ich an die reiche Vielfalt die diese Jahreszeit heute für mich bedeutet. Bestimmt immer noch die ungeheure Lust am Kochen und Backen, am Dekorieren. Immer mehr die Freude am Gartenfeuerchen zu sitzen und den köstlichen Geschmack der gerösteten Kartoffeln zu kosten und in Gedanken das Ende des Gartenjahres zu feiern. Oder die Streifzüge durch die Wälder und Hochebene die ihren goldenen Zauber ausstrahlen.

Da kommt mir auch ein Ausspruch meines liebgewordenen Hesse in den Sinn der meinte: „Mit der Reife wird man immer jünger.“
Ich fühle ein inneres Lächeln und weiß er hat Recht. Die Sinne, das Erleben, werden schärfer, jeder Augenblick des Lebens wird kostbarer und intensiver.
Die reife Süße ist spürbar und wird zusammen mit der leise antönenden Melancholie um das Vergehen zum höchsten Lebensgenuss.
Der Herbst spielt auf allen Gefühlebenen, wie ein virtuoser Klavierspieler mal trifft er zart und leise oder rauschend und schnell seine Töne und die Seele schwingt in luftigen Höhen wie die silbernen Spinnenfäden oder sie ruht sich aus im duftenden Schoße der Erde.
Ja, ich denke diese Jahreszeit gibt uns nicht alleine den Früchtesegen, nein, sie lädt uns ein uns selbst loszulassen. Sie lehrt uns die Vergänglichkeit als Würze der Schönheit zu betrachten und zu lieben.
Ich will den Herbst!

Diese kleine Geschichte, die ich ursprünglich für das neue Update schrieb, muss nochmal eingefügt werden da sie nicht angekommen ist wo sie sein sollte beim Hochladen der Datenmenge. Bei den schon fast unzähligen Seiten der Homepage eigentlich nicht verwunderlich... Bald ist sie aber wie in "Aktuelles" angekündigt unter der Rubrik: Literarisches zu finden. Eins schöne Entwicklung meiner Schreibgefühle in den vergangenen Jahren wie ich finde...
ein Herbstgoldener Abendgruß
m

08 September 2007

Herbstgefühle und Gartentag...


Plötzlich ist es Herbst geworden. Nicht wie in manchen Jahren wo ich ganz allmählich spürte: Es wird Herbst! Nein, in diesem Jahr war die Botschaft deutlicher, die morgendliche Kühle ist nicht mehr versöhnlich erfrischend, sondern sie wirft mich empört zurück ins Haus wenn ich, den Sommer noch auf der Haut spürend, leicht bekleidet über die taunasse Wiese laufe.
Aber ich denke an die Möglichkeit eines zauberhaften Altweibersommers, an goldene warme sanftmütige Herbsttage, an denen die Äpfel in die Hände fallen und die Luft sich samtweich anfühlt während die Sonne, etwas müde geworden, die Haut streichelt.
Das wäre sehr schön, denn am Sonntag den 16. September möchte ich den Reigen der Gartentage des Jahres 2007 mit dem Motto: Gärtnerlatein. Vergnügliche Sprüche und Gartenzitate vollenden
Ich freu mich wirklich sehr auf diesen Herbstgartentag, der fröhlich und genüsslich, interessant und spannend werden soll, denn ich habe mir nette kleine Überraschungen für meine Gäste ausgedacht.

Vielleicht schauen sie ja in den nächsten Tagen öfters im „Garten für Elise“ herein, denn hier erfahren sie Aktuelles zum Gartentag falls die Wettergötter mir nicht gut gesonnen sein sollten.

Bald werden sie auch ein neues Update finden, das ich in diesem Moment vorbereite. Dazu kann ich nur verraten: Lassen sie sich zum Schlemmen verführen, oder von der Begeisterung zur Dekoration, zum Gestalten anstecken, oder vom „Einpflanzen“oder lesen sie die kleinen nachdenklichen Geschichten…
Liebste Herbstwonnengrüße
a presto
m

Einfach du

Vor drei Tagen besuchte ich in E. meine kleine Buchhandlung und hielt ein Schwätzchen mit der Inhaberin. Ich erzählte einige Neuigkeiten zum Thema Garten, von meinem kommenden Gartentag und meinen Sommerreisen.
Ich war also einige Tage weg und da hat man zu erzählen und man hat zuzuhören.
Da fällt mein Blick auf ein kleines Büchlein: Auf einem kuscheligen hellgrünen Sofa liegen zwei Katzen… und ich lese: Einfach du Ich fühlte dieses: Einfach du! Das tiefe Vertrauen das dieses „DU“ beinhaltet, dieses „Du“ das man nur zum einzigen „Du“ auf der ganzen Welt sagt... und ich begann zu lesen, vollkommen im Banne dieses „Einfach du“
Es ist mehr als entzückend, es ist gefühlvoll, lustig, wahrhaftig. Es kommt von Herzen, die schönste Liebeserklärung die man dem Menschen den man liebt schenken kann.
a p
m

Einfach du
Heinz Janisch Jutta Bauer
Sanssouci

Ende des Sommers...


Dieser Sommer hatte viele Facetten, mal war er heiß mal war er kühl, mal sonnig und dann wieder verregnet. Es gab mit mannigfaltigen Arbeiten angefüllte Wochen die mich anspornten und mir Erfolge brachten, aber auch viele Musestunden win denen ich die Seele baumeln ließ. Dieser Sommer hatte Tage des Glücks bereit und Tage des Abschieds.
Versunkene Stunden in meinem Garten und staunende Augen in den barocken Parken die ich besuchte und die mich immer mehr begeistern, bestärkten, meinen Traum zu leben
Er brachte viel neue Eindrücke, viele wundersame, herzliche Begegnungen, neue Freundschaften und das Wachsen von alt Vertrautem.
Auf meinem Weg durch diesen Sommer habe ich wieder sehr, sehr viel dazu gelernt. Auch, dass manches langsamer dem Ziel entgegen schreitet als es meine Schritte tun wollten. Dafür gab es jedoch viel Anderes das sich schneller und einfacher erreichen ließ als ich es jemals dachte.
Ein Sommer mit vielen Erfahrungen, ein wunderschöner ein unvergesslicher Sommer.

Und ein farbiger Schlusspunkt ist ein neues Fiatfreundchen an das ich mich seit ein paar Tagen gewöhne. Dafür wünsche ich mir, dass es mich so gut und sicher dorthin bringt wo ich ankommen möchte wie das alte, das sich just in diesen Tagen auf dem Weg in seine Heimat befindet.
a presto
a p
m